SchlossMagazin

Magazin für gehobenen Lebensstil in Bayerisch-Schwaben und im Fünfseenland. Exklusive, informative und spannende Unterhaltung für Leser mit Anspruch.

Bouldern – Kletterspaß ohne Netz und doppelten Boden

Spiderman könnte das große Vorbild für manchen Boulderer sein, wären da nicht die Spinnfäden, die den Superhelden halten und schwingen lassen. Denn beim klassischen Bouldern klettert man ohne Sicherungsseil oder Gurt in geringer Höhe. Dass man den Sport auch in der Halle an künstlichen „Felsen“ ausüben kann, hat sicherlich zur rasanten Entwicklung dieses Sports in den letzten Jahren beigetragen.

Beitrag_Bouldern1Laut Definition ist Bouldern (vom englischen boulder = Felsblock) das Klettern ohne Sicherung an Felsblöcken oder künstlichen Kletterwänden in Absprunghöhe. Ziel beim Bouldern ist es, möglichst schwierige Kletterzüge zu machen. Also an Griffen zu klettern, die man gerade noch festhalten kann. Dazu gehören natürlich auch technische Schwierigkeiten oder akrobatische Bewegungen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. So macht man beim Bouldern schon einmal „extremere“ Bewegungen als in einer Route. Oft ist deutlich mehr Gesamtkörperarbeit als beim Routenklettern an der Tagesordnung. Natürlich kann man auch „leicht“ bouldern – allerdings wird man davon dann auch nicht stärker. Und der Spaß beim Bouldern liegt eben meist im Ausloten und Erweitern der eigenen Möglichkeiten.
Bouldern ist eine Sportart, die sowohl Kraft und Ausdauer, als auch Koordination und Konzentration fördert. Die Abfolge von Bewegungsmustern führt entsprechend dem Schwierigkeitsgrad zu einer flüssigen Bewegungsabfolge. Die auftretende Belastung ist gelenkschonend und aus gesundheitlicher Sicht zur Förderung und Erhaltung der motorischen Fähigkeiten des Menschen geeignet. Zum Bouldern braucht man keine großartige Ausrüstung. Doch so eine Kletterei kann ganz schön schweißtreibend sein. Schwitzige Hände machen die Sache nicht leichter. Der Trick: Mit Magnesia-Pulver wird die Griffigkeit der Hände erhöht und der auftretende Handschweiß getrocknet. Und wenn doch einmal ein Griff daneben geht: Zum Schutz vor Sturzverletzungen dienen dicke Bouldermatten am Boden. Körpernahe leichte Kleidung, die viel Bewegungsfreiheit lässt, versteht sich von selbst. Aber ganz wichtig sind die richtigen Schuhe. Hier sollte man sich im Fachgeschäft beraten lassen.

Die Spielregeln beim Bouldern hängen stark von den Gegebenheiten der jeweiligen Halle ab. Oft gibt es farblich definierte Boulder, bei denen man mit den niedrigsten Griffen beginnt („Startgriffe“) und mit dem höchsten aufhört („Topgriff“). In manchen Hallen werden keine keine festgelegten Boulder angeboten, sondern nur eine Riesenmenge verschiedener Griffe in der Wand. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man fragt jemanden nach einem schönen Boulder oder man denkt sich selbst einen aus. Das Selbstausdenken scheint anfangs schwierig, doch es gibt ein paar Kniffe, die den Einstieg erleichtern:

1.Haltet es kurz. Fünf Züge ergeben schon einen kompletten Boulder.

2. Sucht einen Griff, der euch anspricht und überlegt Euch, wie man dorthin und wieder davon weggelangen könnte.

3. Spielt! Ist der Boulder zu leicht, beschränkt euch z. B. nur auf gelbe Griffe für die Füße. Ist er zu schwer, nehmt einen weiteren Griff dazu. Wenn die Züge einzeln gehen, werdet ihr auch irgendwann (nach einigem Probieren) den Boulder klettern können.

Bouldern1-3

Was man beim Bouldern beachten sollte:

„Landebahn“räumen Haltet immer die Augen offen (nach oben und hinten!), ob ihr euch nicht in der Einflugschneise eines Boulderers befindet. Wer fällt, kann nicht ausweichen! Andersrum gilt: Bevor ihr startet, weist andere darauf hin, dass sie sich möglicherweise in der Gefahrenzone befinden.

Völlig benebelt
Der Chalkbag mit dem Magnesiapulver bleibt am Boden, damit ihr beim Aufschlagen nicht euch und andere in eine Chalkwolke hüllt.

Ekel-Alarm
Auch ohne Schweiß- oder Stinkefüße: Barfuß bouldern ist eklig und deshalb tabu.

Alles meins?
Wenn viel Betrieb ist, keine endlosen Quergänge bouldern. Denn damit belegt ihr einen ganzen Wandbereich.

Staugefahr
Bevor ihr losklettert, vergewissert euch, dass ihr nicht anderen in die Quere kommt. Im Zweifel kurz fragen.

Weniger ist mehr
Legt Klettergurte und vor allem daran baumelnde Metallwaren vor dem Bouldern ab. Sonst outet ihr euch als Boulderlaien. Zudem werden die Matten unnötig strapaziert. Von der Verletzungsgefahr für euch und andere ganz zu schweigen.

Quelle: www.klettern.de

Boulderhallen in der Region

Bouldern_DonDie große Kletter- und Boulderhalle der Bergsporthütte Augsburg in der alten Ballonfabrik Augsburg wartet mit einem durchdachten Konzept und stolzen 1200 m² Gesamtfläche auf. Sie bietet optimale Trainingsbedingungen für die eingefleischte Kletter- und Boulderszene und ermöglicht auch motivierten Neueinsteigern erste Erfolgserlebnisse. Die Halle liegt zentral und ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Motorisierte Besucher profitieren von der Nähe zur Autobahn und vielen Parkplätzen direkt vor der Tür.
Bei der Sportanlage Süd, Ilsungstraße 15b, nahe dem Siebentischwald kann im DAV Kletterzentrum-Augsburg auf rund 300 m³ gebouldert werden. Bis zu 4 m hohe Wände, Überhänge, Dächer und vieles mehr stellen ein Eldorado für alle dar, vom Einsteiger bis zum Crack. Alles nach dem neuesten Stand der Boulderwandtechnik.

Der Boulderbereich des Sportkreisels in der Eberlestraße 29 in Augsburg-Pfersee biete eine Boulderfläche von 110 m² und ist mit hochwertigsten Griffen unterschiedlicher Hersteller bestückt. Der Raum bietet eine kommunikative und offene Trainingsumgebung mit zahlreichen Herausforderungen für jeden Anspruch. Zusätzlich zu den Kletterflächen befindet sich eine Reihe von Spezial-Trainingsgeräten im Bereich der Anlage.
In Donauwörth steht der Kraxlstadl in der Neudegger Allee allen Boulder-Begeisterten offen. Übrigens: Dort findet am 22. März die zweite Offene Donauwörther Stadtmeisterschaft statt. Mitmachen kann jeder.
Im Dachgeschoss des DAV-Vereinsheims an der Münchener Straße in Aichach wurde bereits vor rund 10 Jahren eine Boulderanlage geschaffen, die Jung und Alt ideale Trainingsmöglichkeiten für ihre Klettertouren bietet.

Auch in Schrobenhausen darf gebouldert werden. Vorwiegend für Kinder bietet das FIT Therapie-Center, Rinderhofer Breite 19, eine 50 m² große Boulderfläche und entsprechende Kurse an.

Bergsporthütte Augsburg  www.bloc-huette.com
DAV Kletterzentrum Augsburg http://www.art-efficient.de/bergbader/dav/davboulderhalle.html
Sportkreisel Augsburg www.sportkreisel.de
Kraxlstadl Donauwörth www.kletterhalle-don.de
FIT Therapie Center Schrobenhausen www.fit-tc.de
DAV Aichach www.dav-aichach.de

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