SchlossMagazin

Magazin für gehobenen Lebensstil in Bayerisch-Schwaben und im Fünfseenland. Exklusive, informative und spannende Unterhaltung für Leser mit Anspruch.

Die Kraft der Bitterstoffe

Guten Appetit!“ Wie oft leiten diese Worte noch eine echte „Mahlzeit“ in unserem täglichen Leben ein? Der hektische
Berufs- und Familienalltag lässt oft nur Zeit für einen kurzen Happen zwischendurch. Gesellen sich zu eher süßem oder salzig-fettigem Fastfood auch noch Erfolgs- und Termindruck sowie wenig Bewegung, schlägt uns dies sprichwörtlichauf den Magen: Der Stoffwechsel rebelliert mit Beschwerden wie Magendruck, Völlegefühl oder Übelkeit.

Schon der Volksmund wusste: „Was bitter im Mund, ist dem Magen gesund.“ Gemeint sind damit Speisen, die reich an Bitterstoffen sind. Typisch für die moderne Ernährungsweise ist allerdings, dass ihr diese von der Natur vorgesehenen Verdauungshelfer fehlen – sieht man mal von ein paar Blättchen Rauke ab, die mitunter auf einem Sandwich zu finden sind. Doch gerade diese Pflanzenstoffe wären in Zeiten einer aus dem Rhythmus geratenen Esskultur von großem Nutzen, denn sie unterstützen den Gallefluss und damit den Nahrungsabbau in Magen und Darm. Pflanzen wie Löwenzahn, Wermut und Artischocke enthalten reichlich Bitterstoffe. Sie sind daher oft Bestandteil von Aperitifs, Gewürzmischungen oder naturheilkundlichen Arzneien für Magen und Darm. Besonders die Wurzel des Gelben Enzians wusste man schon in der Antike aufgrund ihrer verdauungsfördernden Wirkung zu schätzen. Das Gewächs kann über anderthalb Meter hoch werden, gehört zu den bittersten Heilpflanzen überhaupt und gilt bis heute als Symbol für ausdauernde Kraft.

Fotos: wala,kim schneider @ Fotolia.com

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