SchlossMagazin

Magazin für gehobenen Lebensstil in Bayerisch-Schwaben und im Fünfseenland. Exklusive, informative und spannende Unterhaltung für Leser mit Anspruch.

Die „Littlelunch“ Suppenstory der Augsburger Brüder Gibisch

Die Augsburger Brüder Daniel und Denis Gibisch schreiben mit ihrem Startup „LITTLELUNCH“ Suppengeschichte.

little_lunch_gruender„Es ist einfach nur der Wahnsinn…“, kommentierte sichtlich fassungslos und glücklich Daniel Gibisch den Mega-Deal, der ihm gemeinsam mit seinem Bruder Denis in der VOX-Sendung „Die Höhle des Löwen“ gelang. Was seit März 2015, dem Datum der Aufzeichnung und insbesondere seit dem 8. September 2015, dem Sendedatum, passierte, klingt nicht nur abenteuerlich, sondern ist in der Tat eine atemberaubende Erfolgsgeschichte.

Die „Suppe 2.0“, die sich das charismatische Brüderpaar, das in Höchstädt bei Dillingen aufwuchs und seit einigen Jahren in Augsburg lebt, eingebrockte, löffeln sie jetzt in vollen Zügen aus. Hätte Heinrich Hoffmann die beiden gekannt, wäre sein „Suppenkaspar“ im berühmten Struwwelpeter nie oder zumindest ganz anders geschrieben worden.

Alle von Littlelunch im 350 ml-Glas angebotenen sechs Bio-Suppen, die in Italien hergestellt und zuvor gemeinsam mit Sternekoch Gerhard Frauenschuh mit raffinierten Rezepturen entwickelt wurden, schmecken nicht nur köstlich, sondern sind nahrhaft, kalorienarm und dank eines speziellen Pasteurisierungsvorgangs sogar ungekühlt 18 Monate haltbar. Klar, dass die Littlelunch-Suppe komplett Bio, frei von künstlichen Zusatzstoffen sowie Aromen, je nach Sorte vegan und damit auch voll im Trend der gesundheitsbewussten Ernährung ist.

little_lunch_kuerbisHellauf begeistert von der Leib und Seele wärmenden Qualität war auch die bekennende „Biotante“ Judith Williams, die ebenso wie Frank Thelen und Vural Öger als Investoren auf die Zukunft des Startups setzte. Alle drei ließen sich vom ebenso professionell wie charmant und souverän gemeisterten Pitch der beiden „Suppenbrüder“ überzeugen. Apropos Pitch: Während andere Kapitaljäger für den Auftritt in „Der Höhle der Löwen“ bereits im Vorfeld viel Geld in ein Proficoaching investieren, blieben die beiden Augsburger ganz gelassen. „Ich habe mir lediglich auf dem Weg vom Hotel zum Studio überlegt, was genau ich sage und damit auf meine Spontaneität gesetzt“, verrät Daniel (31), der ursprünglich Webentwickler und Webdesign studiert hat, sich aber immer schon für das Phänomen „Erfolgreiches Startup“ und für zeitgemäßes Marketing interessiert hat. Sein drei Jahre älterer Bruder Denis war lange Jahre in einem Logistikunternehmen tätig. Beide sind, was das Unternehmergeschick angeht, familiär vorbelastet. Insgesamt nicht die schlechtesten Voraussetzungen für eine Karriere. Dennoch spielte sicher auch das Quantum Glück eine Rolle bei der Auftragslawine, die der Fernsehauftritt auslöste. Vermutlich waren sie zur genau richtigen Zeit am richtigen Ort und das mit einer Produktidee, die viele auf den ersten Blick gar nicht als todsichere Marktlücke erkennen oder definieren würden.

„Wir wollen, dass sich die Frage ‚Was esse ich heute zum Mittag‘, die sich täglich Millionen von Menschen stellen, in Suppe auflöst. Mit unserer gesunden Alternative zu Junk Food und Fertiggerichten helfen wir nicht nur von Zeitnot geplagten Bürohengsten, sondern auch all denen, die sich reichhaltig und zu einem vernünftigen Preis ernähren möchten.“ Dies steht heute im Wortlaut auf der ansprechend gemachten Website von Littlelunch und ganz ähnlich formulierten die Brüder Gibisch ihre einleuchtende Unternehmensphilosophie im beliebten TV-Format. Von den potentiellen Investoren wollten sie ursprünglich 60.000.- € für 8 % Firmenanteile, bekamen dann aber für 30 % Anteile ganze 100.000.- € angeboten, um hungrige Mägen und die (Super-) Märkte zu erobern. Und genau das machen sie seither mit vollem Elan. Europaweit ordern junge und alte, kleine und große Suppenfans die Littlelunch-Gläser online, um glückliche und gesunde mittägliche Auszeiten zu genießen. Die Leberkäse-Semmeln, die Butterbreze oder das Kantinenessen wurden gegen eine duftende Kürbis-Mangosuppe oder eine feurige Tomatensuppe mit Chili und Basilikum eingetauscht. Neben zahlreichen Biomärkten gibt es die flüssigen Lunchpakete jetzt auch deutschlandweit bei Rewe zu kaufen sowie in vielen Edeka-­Filialen. Die Listungen bei weiteren zehn großen Einzelhändlern in Deutschland, der Schweiz und Österreich laufen auf Hochtouren. Insgesamt werden zum jetzigen Zeitpunkt bereits 1.000 Märkte beliefert.

In Zahlen: Im Januar 2016 werden in Italien 1,2 Millionen Suppengläser produziert! Angefangen haben Daniel und Denis Gibisch mit 6.000 Gläsern und der Hoffnung, die nicht ganz alleine verspeisen zu müssen. Der gelungene Auftritt in Köln hat das Leben der beiden Brüder drastisch verändert. In Kürze sind es elf Mitarbeiter allein im Augsburger Büro, das bereits jetzt schon eine Riesenfläche im angesagten Schlachthof-Areal umfasst, und eine neue Berliner Geschäftsstelle ist beschlossene Sache; im Logistik-Lager in Regensburg arbeiten derzeit rund 20 Mitarbeiter. Noch während der Ausstrahlung schossen die Verkaufszahlen in die Höhe, weitere drei Wochen später katapultierte sich der Umsatz von 20.000.- € im Vormonat um sagenhafte 3.000 % auf 600.000.- €. Littlelunch gilt als das bislang erfolgreichste #DHDL-Startup!

Das Onlineshopping wurde gar zur Herausforderung, denn die Märkte forderten ihren Tribut. Die sensationellen Bestellmengen stellten die bisherige Liefer- und Produktionslogistik vor extreme Herausforderungen. Zahlreiche Online-Kunden mussten lange Wartezeiten in Kauf nehmen und reagierten verständlicherweise verärgert. Jetzt sind die beiden Geschäftsführer, die seither 12-Stunden-Tage voller Nervenkitzel absolvieren, die von einer zur nächsten Food-Messe reisen, die von TV- und Medienanfragen überrollt werden, wieder „im Plansoll“. Kommt nach den Bio-Suppen noch ein weiteres Produkt in die Littlelunch-Baumwolltasche? Ja klar! Was wäre derzeit gefragter als ein leckerer Smoothie?

Ebenso selbstverständlich wie die Erweiterung der Palette sind die sinnvolle Investition in die Erweiterung und Optimierung des Online­-Shops sowie der gezielte Weiterausbau der Marketingaktivitäten. Privatleben und Freizeit waren gestern, und dennoch schauen Denis und Daniel Gibisch heute optimistisch ins Morgen. Wir freuen uns mit den beiden Augsburger „Superdurchstartlern“ über deren kompetent umgesetztes Wachstum und auf all das, was sie in Ihrer cleveren Bio-Küche für uns Konsumenten noch alles zusammenbrauen.

Text: Renate Baumiller-Guggenberger
Fotos: Littlelunch

 

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