SchlossMagazin

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Filmstadt Landsberg – 4. Snowdance-Festival

Vom 28. Januar bis 5. Februar wird Landsberg zum vierten Mal ganz im Zeichen des Films stehen – diesmal wesentlich größer, viel internationaler und deutlich länger. Viel Prominenz und Besucher aus dem Ausland werden erwartet.

Das Indepent Film Festival Snowdance ist stark gewachsen, und das sowohl quantitativ als auch qualitativ, wie seine Macher der Schauspieler und Festivaldirektor Heiner Lauterbach, der Regisseur Tom Bohn und Medienexperte Jürgen Farenholtz betonen. Mehr als vierhundert unabhängig von staatlichen Fördergeldern, TV-Anstalten und großen Produktionsfirmen hergestellte Werke aus 49 Ländern seien im Vorfeld eingereicht worden. Eine Jury wählte daraus 25 Langfilme, 17 Kurzfilme, neun Serien und vier Videoproduktionen aus, die jetzt vom 28. Januar bis zum 5. Februar in Landsberg gezeigt werden.

„Wir wachsen und wachsen und das sehr schnell“, freut sich Festivalinitiator Tom Bohn. Wurden im ersten Festivaljahr 2014 nur 38 Filmbeiträge eingereicht, waren es im Jahr darauf schon ein 100 und im vergangenen Jahr gut 220. Das Snowdance habe sich zum bedeutendsten Forum für den unabhängigen Film in Deutschland gemausert. Besonders viele Einsendungen, darunter viele Serien, seien diesmal aus den USA gekommen. Von dort werden auch die meisten ausländischen Besucher in Landsberg erwartet. Darüber hinaus können sich Filmfans auf Beiträge aus Australien, Finnland, Kanada, Großbritannien, Japan, der Schweiz, den Philippinen und sogar aus China freuen. Die US-Serie „Shoot me nicely“ von Elias Plagaionos wird in Landsberg ihre Europapremiere feiern. Eröffnet wird das Festival mit dem deutschen Psychothriller „Freddy Eddy“ von Tini Tüllmann.

Bei den Dokumentationen ist ein Themenschwerpunkt Kuba. „Das hängt sicher auch mit dem Tod von Fidel Castro zusammen“, erläutert Bohn. Darüber hinaus gebe es einen interessanten Beitrag aus den Philippinen sowie eine Doku über einen Feuerwehrmann, der in voller Montur den Jakobsweg geht und damit auf das Schicksal seines Sohnes aufmerksam machen will. Unter den Spielfilmen gebe es sehr viel „schräges, aber sehenswerte Zeug“, das sonst so gut wie nie gezeigt werde. Erstaunlich wenige Einsendungen seien diesmal politisch gewesen. „Ich glaube viele uns derzeit bewegende Themen werden filmisch erst jetzt verarbeitet. Da wird nächstes Jahr viel auf den Tisch kommen“, prognostiziert Bohn. Viele Beiträge hatten die Flüchtlingskrise zum Thema. Doch die Jury habe sich schlussendlich entschieden, keinen dieser Beiträge zu auszuwählen. Sie hätten sich zu sehr geähnelt, hieß es.

Auf Prominenz aus der Filmwelt können sich die Landsberger auch in diesem Jahr freuen. So hat sich erneut der Schauspieler und Filmproduzent Til Schweiger angekündigt, der am Eröffnungstag zu einer Autogrammstunde einlädt. Ihm ist außerdem eine Werkschau gewidmet. Der James Bond-Gegenspieler Götz Otto will von seiner Gratwanderung zwischen kommerziellem und unabhängigem Film erzählen. Außerdem stehen eine Podiumsdiskussion, ein Speed-Casting sowie diverse Coachings für Schauspieler, Drehbuchautoren und Filmemacher auf dem Programm. In der Jury für die insgesamt mit 10.000 Euro dotierten Filmpreise sitzen diesmal unter anderem der Schauspieler Axel Millberg, der Präsident des ECÚ Indepent Filmfestivals Paris, Scott Hillier, Torben Schiller von Universal Pictures Germany, Landsbergs Kulturreferentin Claudia Flörke und Sky-Programmdirektor Marcus Ammon. Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr mit dem Cineplex und seinen neun Leinwänden eine zusätzliche Spielstätte in Landsberg-Penzing. Sie ergänzt die bisherigen Aufführorte im Olympia-Kino und Stadttheater. Außerdem können sich die Filmfreunde über neun Festivaltage freuen. Bislang wurde das Filmfest nur an einem Wochenende veranstaltet. (MM)

Snowdance Film Festival
vom 28. Januar bis 5. Februar 2017
www.snowdance.net

IM BILD Axel Milberg, Snowdance-Initiatoren Tom Bohn,
Jürgen Farenholtz und Heiner Lauterbach
FOTOS Snowdance Film Festival, Julian Leitenstorfer

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