SchlossMagazin

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Herrschaftssitze – Schloss Fußberg

Gauting,_Schloß_Fußberg_2012@ Richard HuberSchloss Fußberg befindet sich in Gauting im Würmtal nahe München. Es liegt unmittelbar nördlich des Ortskerns von Gauting am linken Ufer der Würm in einer Flussschleife. Seit 1981 ist der im englischen Landschaftsstil angelegte Park allen Bürgern zugänglich.

Seit dieser Zeit gehört das Schloss der Gemeinde Gauting und ist an ein Unternehmen vermietet. Zur Anlage gehören das Haupthaus, die Wagenremise und das so genannte Salettl, ein Gartenhaus. Die Remise steht der Kunst und Kultur zur Verfügung. Das Gebäude mit dem dominanten Walmdach und den geschwungenen Jugendstilgauben wurde einst als Pferdestall und als Garage für Kutschen und andere Fahrzeuge genutzt. Nach einer aufwändigen Renovierung dient es nun dem Team des kleinen Sommerfestivals als Aufführungsort mit besonderem Flair für Konzerte, Lesungen und Filmvorführungen (www.kleines-sommerfestival.de).

Der Name des Schlosses geht auf das Rittergeschlecht der Fuß zurück, die das Schloss im 12. Jahrhundert verwalteten und unter dem bayerischen Herrscherhaus der Wittelsbacher dem Stand der Ministerialbeamten angehörten. Urkundlich ist Fußberg seit 1342 als befestigter Herrensitz und Lehensstück der bayerischen Herzöge nachgewiesen. Ursprünglich war das Schloss wohl als Wasserburg in einer Flussschleife konzipiert; bis ins 19. Jahrhundert hatte die Anlage Wehrcharakter. Seine heutige Gestalt als dreigeschossiger Walmdachbau erhielt das Schloss im Jahr 1721 nach Plänen von Paul von Dießen. In dieser Zeit diente es dem Kloster Andechs als Sommersitz und als Station auf dem Weg nach München. Als die Klosterzeit mit der Säkularisation zu Ende war, kam der Besitz wieder in weltliche Hände: 1819 erwarb der als „Eremit von Gauting“ bekannt gewordene Karl Theodor Maria Freiherr von Hallbergbroich die Anlage.1894 bis 1897 wurde das Schloss erneut umgebaut und erhielt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine Parkanlage. So wurde es zu einem gehobenen Wohnsitz in einem englischen Landschaftsgarten.

Quelle: Wikipedia

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