SchlossMagazin

Magazin für gehobenen Lebensstil in Bayerisch-Schwaben und im Fünfseenland. Exklusive, informative und spannende Unterhaltung für Leser mit Anspruch.

König der Kletterer

In „Robins Wood“ bei Schloss Scherneck in der Nähe von Rehling können sportliche Abenteurer auf den Spuren von Robin Hood wandern – nein… klettern.  Der Wald sieht mit seinen Laubbäumen aus wie im Film und bietet mit den unterschiedlichsten Routen und Schwierigkeitsgraden für jeden eine Menge Spaß.

Kletterwald Robins Wood I Scherneck 2b I 86508 Rehling
www.robins-wood.de

 

klettern2Das, was sich vor einem auftut, wenn man in den Kletterwald „Robins Wood“ nach Scherneck kommt, übertrifft die Erwartungen an einen Kletterwald oder auch einen Klettergarten, wie es sie in Bayern oder in ganz Deutschland häufig gibt. Oft werden einfach nur Masten auf offener Fläche in den Boden gerammt, wo dann die Besucher in praller Hitze von einem dieser Masten bis zum anderen hangeln und schwitzen müssen. Oder die Veranstaltung findet im dunklen Wald statt, was den Spaßfaktor ebenfalls deutlich senkt. In Scherneck liegt der Kletterwald an einem tollen Hang und die Lindenbäume lassen genügend Licht durch, was eine freundliche und angenehme Atmosphäre schafft. Zum anderen spenden sie genügend Schatten, so dass der Kletterer nicht extrem ins Schwitzen kommt und vor der Sonne gut geschützt ist. Seit 2007 gibt es den Kletterwald in Scherneck. Der Betreiber, Alexander Schmid, kommt ursprünglich aus dem IT-Bereich und hat selbst schon als Klettertrainer gearbeitet.

Nur Schwindelfrei sollte man sein

Das schönste am Kletterwald in Scherneck ist, dass sich keiner Gedanken machen muss, ob das auch wirklich etwas für ihn ist. Natürlich sollte jeder, der sich da ran macht, einigermaßen schwindelfrei sein, wobei es auch einfache Routen gibt, bei denen sich wirklich niemand – auch im Extremfall – Verletzungen zuziehen könnte. Dafür sind diese Touren viel zu nah am Boden. Es geht aber teilweise auch bis auf eine Höhe von 15 Metern. Das ist dann eher für die Geübten und Coolen gedacht. Denn die Herausforderungen der Aufgaben steigen mit der Höhe. Vor allem die Seilrutsche mit 180 Metern Länge und auf zwölf Metern Höhe ist vielleicht nicht für jedermann gedacht. (Kleiner Tipp hierzu, wenn Sie das ausprobieren: Sie müssen dabei mit den Beinen Laufbewegungen machen, damit es geradeaus geht, sonst drehen Sie sich und verlieren die Kontrolle…)

 

klettern4Oft sind es größere Teams, die sich das Erlebnis auf Scherneck gönnen. Unter dem Stichwort „Incentive“ (zu Deutsch: Erlebnis) machen sich vor  allem Mitarbeiter diverser Firmen auf die Routen im Kletterwald Robins Wood auf. Auch hier gibt es mutige und weniger mutige Menschen. Viele der weniger mutigen Menschen glauben dann dabei, dass sie den Kollegen etwas beweisen müssen, was manchmal mit Rufen und Schreien im Baum endet. Das ist aber eher selten der Fall. Und wenn es so weit kommt, sind die Betreuer, die Sicherheitstrainer, sofort zur Stelle und kümmern sich um die betreffende Person und seilen sie ab.

 

klettern3Die Gruppe, die wir fotografisch begleitet haben, ist übrigens vom Bunten Kreis in Augsburg. Auch hier gab es mehr oder weniger Waghalsige. Hilfeschreie (und es wird hier nichts verschwiegen, nur weil diese Gruppe mit Fotos einverstanden war) gab es aber nicht. Wirklich nicht. Ganz wirklich. Sicherheit wird jedenfalls groß geschrieben in Robins Wood. Während der Überwindung der Aufgaben von Baum zu Baum sind die Kletterer mit zwei Karabinern sogar doppelt gesichert. Nur Übermut und Dummheit können hier zum Unfall führen. Ob über die Kletterleitern oder im Weinfass oder mit der Seilrutsche, passieren kann keinem etwas – auch wenn der Adrenalin-Pegel (mit dem Spaßfaktor) steigt. Jedenfalls muss jeder dieser Kletterparks internationale Sicherheitsrichtlinien einhalten und sich prüfen lassen. Auch Robins Wood in Scherneck wird regelmäßig vom TÜV geprüft, die Anlagen sind sicher und der Kletterwald erfüllt die entsprechende DIN-Norm.

Bäume schützen vor dem Wetter

Das Wetter spielt im Wald bei Scherneck im Prinzip gar keine Rolle. Wenn die Sonne scheint, spenden die Bäume Schatten, wenn es regnet, halten die Bäume das Wasser einigermaßen zurück. Mit der richtigen Kleidung kommt jeder auf seine Kosten. Nur bei Sturm und Gewitter ist Schluss mit lustig. Auch um die Ausrüstung muss sich keiner Gedanken machen. Alles wird vor Ort gestellt.

 

Gurte, Helme und Sicherungssysteme sind zur Genüge vorhanden. Die Schuhe sollten natürlich angepasst sein an dieses Erlebnis (Salonschleicher und Stöckelschuhe bitte zuhause lassen), aber ganz normale Turnschuhe zum Beispiel reichen aus. Natürlich wären Kletterhandschuhe noch ein ganz guter Zusatz, es geht aber auch ohne. Notfalls können derartige Utensilien vor Ort gekauft werden. Bevor alle in den Kletterwald starten können, gibt es noch eine 30-minütige Sicherheitseinweisung, bei der die Handhabung der Karabiner und alles andere erklärt wird. Jeder muss diese Einweisung mitmachen, sonst kann er nicht mit in Robins Wood. Normalerweise halten sich die Gruppen zwei bis drei Stunden im Kletterwald auf Scherneck uf. Natürlich geht es auch länger, unter der Woche ist der Kletterwald nämlich hauptsächlich für Firmengruppen, für Erwachsene geöffnet. Außer in den Ferien. Zusätzlich können die Gruppen den Tag noch mit anderen Angeboten ausfüllen. Zum Beispiel mit Bogenschießen. Das gehört ja auch in die Welt von Robin Hood – äh… Robins Wood.

 

Text: Sascha Schneider

 

Wissenswertes:
Saison: April bis Oktober
Öffnungszeiten (Sep/Okt):
Do. + Fr.: 13:00 bis 18:00 Uhr – Sa. + So.: 10:00 bis 18:00 Uhr von Montag bis Freitag zusätzliche Öffnungszeiten nach Vereinbarung
Erwachsene drei Stunden: 21.- Euro – Jahreskarte: 99.- Euro
Bürozeiten: Di. bis Fr., 09:00 bis 18:00 Uhr
Telefon: 08237 – 953 80 90
Mail: info@robins-wood.de

www.robins-wood.de

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