SchlossMagazin

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Kryolipolyse – Body on the Rocks

Fettzellen gezielt „wegfrieren“. Dass Kälte konservierend wirkt weiß jeder – Stichwort Kühl- bzw. Eisschrank. Dass Kälte aber auch Schmerzen lindern, Entzündungen hemmen, die Muskulatur entspannen und das Immunsystem stärken kann, ist noch nicht so bekannt. Auch zu einem weiteren Zweck kann Kälte eingesetzt werden: zum Fettreduktion an Problemzonen.

kryo05.01_WebWie das funktioniert? Holen wir etwas aus. Neben Hormonen, Boten- und Entzündungsstoffen beinhalten Fettzellen Fett, das als Notreserve für Hungerzeiten dienen soll. Bei einer Gewichtszunahme lagert es sich aber meist nicht gleichmäßig im Körper ab. So setzt es bei Frauen oft an Hüfte und Oberschenkeln an, während Männer vor allem am Bauch Fett einlagern. Beim Abnehmen geben die gefüllten Fettzellen ihren Inhalt ab und schrumpfen – die bekannten Problemzonen bleiben aber oftmals bestehen. Sie sind genetisch bedingt und hinterlassen selbst im entleerten Zustand durch ihre große Anzahl merkliche Polster. Die einzige Möglichkeit, diese Polster loszuwerden, besteht darin, die Anzahl der Fettzellen zu verringern. Mit der sog. Kryolipolyse (altgriechisch Kryos = Frost; lipa = Fett, lysis = Auflösung) sollen nun die betreffenden Fettzellen gezielt zerstört werden können – mithilfe von Kälte.

Das schonende, im Gegensatz zur Fettabsaugung non-invasive Verfahren macht sich dabei die naturgegebenen Reaktionen zunutze, um Fettzellen aufzubrechen. Auf den Entzug von Energie, wie etwa durch extreme Abkühlung, reagiert Körperfett so empfindlich, dass ein programmierter Zelltod ausgelöst wird. Die Zellen sterben ab und werden über die Leberfunktion aus dem Körper transportiert. Bei der Behandlung wird das Fettgewebe mithilfe eines Applikators durch ein sanftes Vakuum zwischen zwei Kühlpads gezogen. Die besonders kälteempfindlichen Fettzellen kristallisieren bei den niedrigen Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt ohne Auswirkungen auf anderes Gewebe. Die Zellhülle wird auf diese Weise von innen aufgebrochen. Die Fettzellen entleeren sich und die freigewordenen Fette werden dem Stoffwechsel leichter zugänglich gemacht. Während der Behandlung sorgen im Applikator enthaltene Sensoren für eine einheitliche, gleichbleibende Temperatur. Diese Sensoren sind mit der Steuerkonsole verbunden und ermöglichen die kontinuierliche Überwachung und Anpassung der Kühlung während des Kryolipolyse-Verfahrens. Zusätzlich wird das Gewebe während der Behandlung immer wieder mittels variablen Sogs an der Haut massiert. Die abgestorbenen Fettzellen aktivieren durch Botenstoffe Entzündungszellen, die die betroffenen Fettzellen in den Wochen und Monaten danach stufenweise abbauen. Lipide werden langsam aus den Fettzellen freigesetzt und vom Lymphsystem zur Verarbeitung abtransportiert, ähnlich wie das in der Nahrung enthaltene Fett. Die rund einstündige Behandlung ist schmerzarm und erfordert deshalb weder Anästhesie noch Schmerzmittel. Mehrfachbehandlungen können im Einzelfall nötig sein. Von den Oberarmen über Bauch und Hüfte bis hin zu den Knien kann man mit der Kryolipolyse verschiedene Problemzonen behandeln. Die Reduzierung der Fettpolster soll nach acht bis sechzehn Wochen eintreten. Schwangere, Menschen mit Hautkrankheiten oder Leberproblemen und stark übergewichtige Menschen sollten nicht mit Kryolipolyse behandelt werden, denn sie kann dicke Menschen nicht zu dünnen machen.

Für den Erfolg einer Kryolipolyse-Behandlung ist ein guter Stoffwechsel sehr wichtig. Anregen lässt sich dieser durch eine Kombination aus Ausdauer- und Krafttraining. Auch eine reichliche Wasserzufuhr regt die Ausschwemmungsprozesse an. Und schließlich fördert ausreichender und guter Schlaf Stoffwechsel und Fettverbrennung.

Informationen www.kryoform.de

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