SchlossMagazin

Magazin für gehobenen Lebensstil in Bayerisch-Schwaben und im Fünfseenland. Exklusive, informative und spannende Unterhaltung für Leser mit Anspruch.

Quelle im Zauberwald

Die Westlichen Wälder sind für mich wie ein Zauberwald, durchzogen von unzähligen Wegen und Kreuzungen. Mitten in diesem Wald, so hörte ich, liegt eine Quelle – die Maderquelle.

maderquelleKlar und frisch sprudle das Wasser daraus hervor, eine Labsal für den Wanderer oder Radler. Diese Quelle musste ich finden! In Oberschönenfeld, meinem Ausgangspunkt, marschierte ich los, Richtung Wellenburg-Bergheim. Den Anstieg hatte ich gleich geschafft, oben ging’s dann den Weg links und beim Jägerstand rechts. Wunderbar! Schon nach einer Viertelstunde hatte ich, so glaubte ich, meine Quelle erreicht. Ohne Umwege. Ich kostete vom herrlichen Wasser, machte Fotos, verweilte und freute mich. Dass sich Quellen so leicht finden lassen? Noch dazu in einem Zauberwald wie diesem, in dem ich bisher nur äußerst selten auf direktem Weg zu meinem Ziel gekommen bin? In mir stieg eine leichte Unruhe auf. Hatte ich auch die richtige Maderquelle gefunden?

Alfons Mader ist Finder der Quelle

Nachfrage bei einem, der es wissen muss: bei Werner Platteder, Geschäftsführer vom Naturpark Augsburg – Westliche Wälder e.V.. Er schickte mir ein Luftbild mit der darauf markierten Maderquelle. Es genügte ein Blick, um zu erkennen, dass ich noch einmal die Wanderschuhe schnüren musste. Die Maderquelle, so Werner Platteder, habe vermutlich ihren Namen von einem Holzknecht namens Alfons Mader. In der Heimatforschung sei die Maderquelle als eine Art „volkstümlicher Flurname“ zu verstehen, ähnlich wie das weitgehend verfallene „Webers Brünnele“ vor Anhausen und die Hubertusquelle südlich von Oberschönenfeld.

Klares, frisches Wasser erwartet uns

So machte ich mich von neuem auf, diesmal unterstützt vom pilgererfahrenen Ehemann und Wanderkarte. Wieder von Oberschönenfeld aus, denselben Weg Richtung Wellenburg-Bergheim, aber nun gut eine Dreiviertelstunde länger – ins Anhauser Tal. Nördlich der Weiher, dort wo links Wiese und rechts Wald ist, ging’s ostwärts Richtung Bergheim. Nach wenigen hundert Metern dann einen Wiesenpfad nach rechts zur Quelle. Das originelle Holzschild am Baum mit der Aufschrift „Zur Maderquelle“, haben wir natürlich erst mal übersehen und sind ein gutes Stück weiter gelaufen, bevor wir umdrehten. Wer aber beharrlich suchet, der findet! Wir haben an idyllischem Ort einen herrlichen Quell gefunden, mit klarem, frischem, köstlichem Wasser! Das Wasser gekostet, die Quelle fotografiert, die Wasserflasche aufgefüllt, erwarteten uns noch andere Ziele in unserem „Zauberwald“ – der Engelshof und schließlich der Biergarten im Klosterhof von Oberschönenfeld.

 

 Text: Gerlinde Knoller

Informationen: www.naturpark-augsburg.de

Zurück