SchlossMagazin

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Schlosshotel Hopferau – Kunst, Kultur und Kulinarik

Im Kurzprofil des Schlosses heißt es: „Das Schloss zu Hopferau ist das älteste erhaltene Ritterschloss des Ostallgäus und heute eines der modernsten Tagungszentren Deutschlands mit regelmäßigen kulturellen und kulinarischen Veranstaltungen.“ Hinter der nüchternen Beschreibung verbirgt sich ein gastronomisches und architektonisches Kleinod, in dem nicht nur Brautpaare gerne „ja“ sagen, sondern das auch Allgäu-Urlauber, Seminargäste und Freunde stilvoller Kunst-Events schätzen.

 

HochzeitsportalImposant sieht es aus, das frisch renovierte, dreigeschossige Anwesen im Ferienort Hopferau im Ostallgäu. Mit viel Liebe zum Detail hat es Schlossherr Bernd Rath zu dem gemacht, was es heute ist: ein charmantes Vier-Sterne-Hotel mit Mittelalter-Flair, das perfekt Tradition und Moderne verbindet, ohne abgehoben oder elitär zu wirken. Ganz im Gegenteil: Das offene Tor an der Einfahrt zum zwei Hektar großen Park, die gepflegte Schlossallee, der Kinderspielplatz und der windgeschützte Biergartenbereich wirken sofort einladend und familiär. Dass ihm das Schloss eine Herzensangelegenheit ist, spürt man auch im Gespräch mit Schlossherr Bernd Rath, der das Ensemble im Jahr 2011 von der Kultur-Stiftung Füssen e.V. kaufte, um es mit neuem Leben zu erfüllen. Bernd Rath ist Gründer und Geschäftsführer der renommierten Personaldienstleistungsgesellschaft Bera GmbH mit Hauptsitz in Schwäbisch Hall. Da fragt man sich natürlich zu allererst, wie ein Betriebswirt und „Personaler“ dazu kommt, sich ein Schloss zuzulegen. In einem Zeitungsinterview verriet er einmal, dass er als kleiner Bub nach einem Besuch von Neuschwanstein seiner Mutter ganz begeistert ankündigte: „So ein Schloss kaufe ich mir auch einmal“. Und es geschah – fast wie im Märchen. Viele Jahre später entdecke der schwäbische Unternehmer das Schloss zu Hopferau während eines Camping-Urlaubs am Hopfensee. Ein solches Objekt hatte er lange gesucht – für Veranstaltungen für seine Kunden und Mitarbeiter. Rund zwei Jahre später war der Handel perfekt und der „Grundstein“ gelegt für eine nachhaltige innovative Geschäftsidee ganz im Sinne seiner Firmenphilosophie.

 

Ein geschichtsträchtiger Ort

Das Schlosshotel zu Hopferau könnte viele Geschichten über seine Besitzer und prominenten Besucher erzählen, aus grauer Vergangenheit bis in die heutige Zeit. 1468 von Ritter Sigmund von Freyberg-Eisenberg als Jagdschloss erbaut, wurde es 1830 von Domenico Quaglio, keinem geringeren als dem Baumeister von Schloss Hohenschwangau, in den neugotischen Stil versetzt. Von 1910 bis 1933 lebte und arbeitete dort der Kunstmaler Paul Segisser aus Karlsruhe. Außerdem war das Schloss Schauplatz eines überaus bedeutenden Ereignisses der Technikgeschichte: Der Berliner Ingenieur und Computerpionier Konrad Zuse hatte von 1946 bis 1949 Zuflucht in Hopferau gesucht und dort die erste vollautomatische und programmierbare Rechenmaschine Z4 gebaut. Mit diesem Rechner, den Zuse erstmals im Schloss zu Hopferau in Betrieb nahm, läutete er das digitale Zeitalter ein. Der ersten kommerziellen Anwendung des Computers lag übrigens eine Wette zugrunde: Zuse bewies dem Senner Xaver Röck, dass sein Rechenapparat den Milchpreis schneller und präziser berechnen konnte als Röcks erfahrene Fachleute. Die Geschichte über Zuse und seinen Rechner hat der Journalist Christoph Bode im Auftrag des Schlossbesitzers in seinem Tatsachenroman „Die Milchmädchen Rechnung“ zusammengefasst. Der legendäre Z4 steht heute im Deutschen Museum in München, dafür aber sind im Schloss andere Pretiosen zu bewundern. Der Gast findet sich wieder inmitten zahlreicher, gut erhaltener Ausstattungsgegenstände und Möbel vergangener Epochen, darunter mehrere funktionsfähige Kachelöfen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert und Skulpturen aus der Werkstatt des ehemaligen Schlossbesitzers und Bildhauers Georg Halbich sowie einige wertvolle Faksimiledrucke historischer Weltkarten. Im Empfangssaal steht ein romanisches Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert; den historischen Tafelsaal schmückt eine handkolorierte Tapete, von deren Art nur noch drei Tapeten europaweit existieren. Alle Details entdecken kann man auf Wunsch während der kostenlosen Schlossführungen.

 

„Sightsleeping“ für Augenmenschen

Hopferau_1Wer sich nun in einer Art Museum wähnt, liegt falsch. Die 15 modernen Hotelzimmer stellen eine harmonische Komposition von Licht, Sinnlichkeit und Farben dar und befinden sich durchaus auf Fünf-Sterne-Niveau. Im neu gestalteten Eingangsbereich, an der Bar und im Gourmet-Restaurant sorgen geschmackvolle Farbakzente, viel Textil und ein hochwertiges Interieur, das perfekt auf das historische Ambiente abgestimmt ist, für Wohlfühlatmosphäre. Nicht zuletzt deswegen gehört das Schlosshotel zu Hopferau zu den wenigen ausgewählten bayerischen „traumhaften Sightsleeping Hotels für Augenmenschen“. Ganz besonders viel Wert legt Bernd Rath auch auf das kulinarische Angebot. Das Team um Küchenchef Franz Richter-Neckermann verwöhnt die Gäste im eleganten Restaurant, der urigen alten Schlossküche oder im Gewölbe der Burgwache mit deftigen, feinen und saisonalen Schmankerln, natürlich mit besten Zutaten aus heimischer Provenienz und gehobenem Anspruch – so, wie es sich für ein Schloss gehört. In diesen Genuss kommt jeder Gast an jedem Tag der Woche. Die Restaurants haben mittags und abends die ganze Woche über geöffnet. Reservierungen sind natürlich erwünscht, um auf die individuellen Wünsche jedes Gastes besser eingehen zu können. In den Sommermonaten laden auch das Schlossgartencafé und der Biergarten zum Schlemmen und Entspannen ein. Die wunderbare Außengastronomie, die stilvollen Räumlichkeiten und die geweihte schlosseigene Marienkapelle bieten ideale Voraussetzungen für Hochzeiten aller Größenordnungen, die dort regelmäßig stattfinden. Die Hochzeitsgesellschaften reisen bis aus Russland und den USA an; im kommenden Frühjahr wird auf Hopferau auch ein prominentes Paar heiraten. Statt einer Kutsche stellt Bernd Rath seine Oldtimer zur Verfügung: einen Rolls Royce Silver Cloud II, Baujahr 1961 und einen Auburn Boattail Speedster, Baujahr 1978. Ein Shuttle-Service wird standesgemäß mit dem schlosseigenen VW Phaeton durchgeführt. Wer mit dem eigenen PKW anreist, braucht z. B. von Starnberg bzw. Augsburg aus nur rund 1,5 Stunden Anfahrt einzuplanen.

 

Erleben, wo Kluftinger ermittelt hat
Gerne wird das Schloss zu Hopferau als Film- und Fernsehkulisse genutzt. So wurden hier z. B. Szenen für einen Kluftinger Krimi gedreht und auch der Sender VOX ist häufig zu Gast. Selbst das russische Fernsehen wählte Hopferau schon als Spielort für einen Hochzeitsfilm. Kultur wird hier aber nicht nur gefilmt, sondern vor allem gelebt. Fast schon legendär sind die sog. Treppenhauskonzerte mit ihrem abwechslungsreichen Programm. Schlossparkfeste, Oster- und Adventsmärkte sowie Kunstausstellungen runden das kulturelle Angebot ab. Und nicht zu vergessen: Unter dem Dach von Schloss Hopferau befindet sich ein innovatives Seminarzentrum.

 

Der Zuse-Raum: Tradition verpflichtet

Alle Tagungsräume sind mit modernster Technik ausgestattet. Speziell im Zuse-Raum. Sämtliche Elemente im Raum wie Beamer, Ton, Licht und Verdunkelung können über ein installiertes iPad bedient und gesteuert werden. Für Vorträge steht ein leistungsstarker High-Definition-Projektor sowie kostenloses WLAN zur Verfügung. Um Präsentationen oder Videokonferenzen optisch perfekt in Szene zu setzen, lässt sich mit einem zweiten High-Definition-Projektor die gesamte riesige Leinwand illuminieren. Die indirekte, blendfreie Beleuchtung über 625 LED-Lichtpunkte an der Decke simuliert unterschiedliche Lichtverhältnisse, ganz nach Wunsch. Neben der Vermietung der Seminarräume an externe Veranstalter werden hier vor allem Schulungen und Tagungen des interdisziplinären Ersten Deutschen Zentrums für Leistungsmanagement durchgeführt. Dieses entwickelt für Unternehmen und Führungspersonen, Entscheider und Mitarbeiter Programme zur Steigerung von Führungs- und Leistungsfähigkeit.

 

Der Ruf eines guten Gastgebers eilte bereits im 15. Jahrhundert dem Erbauer des Schlosses zu Hopferau, Ritter Sigmund von Freyberg-Eisenberg, voraus. Dieser Tradition fühlt sich der heutige Schlossherr Bernd Rath verpflichtet. Getreu dem Motto „Zu Gast sein bei Freunden“ soll das so bleiben.

 

Text: Hannelore Eberhardt-Arntzen
Fotos: Schloss Hopferau, Michael Schittenhelm


 

Adventsmarkt
Samstag, 28. November, 15:00 bis 21:00 Uhr

Sonntag, 29. November, 10:00 bis 18:00 Uhr

 

Foto- und Skulpturenausstellung
„Schönes für die Sinne“, Peter Krahe, Nesselwang
Bis 14. Februar 2106

 

Schloss zu Hopferau
BERA Service GmbH
Schlossstraße 9 -11
87659 Hopferau

Tel. 08364-98489-10
Fax 08364-98489-44

www.schloss-hopferau.com

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