SchlossMagazin

Magazin für gehobenen Lebensstil in Bayerisch-Schwaben und im Fünfseenland. Exklusive, informative und spannende Unterhaltung für Leser mit Anspruch.

Skilanglauf ohne Schnee

Fast lautlos gleiten sie über den Asphalt, auf Feld- und Waldwegen. Fast lautlos, denn wer genau hinhört, vernimmt ein leichtes Surren der luftgefüllten Reifen und das rhythmische Abstoßen der Stöcke. Ansonsten bewegen sie sich scheinbar schwere- und mühelos durch die Landschaft, die Skiker, denen man vor allem an schönen Sommertagen überall im Fünf-Seen-Land begegnet.

ski2„Skiken ist wie Ski-Langlaufen im Sommer“, weiß Dirk Rosenberg zu berichten. Er ist selbst begeisterter Skiker und vermittelt in seinen Kursen anderen Outdoor-Sportfans diese kultige Sportart. Der Sportlehrer und Trendsport-Coach aus Bernried am Starnberger See weiß um die Faszination des Skikens oder Nordic Cross Skatings, wie diese Sportart auch genannt wird. Die Ähnlichkeit mit Skilanglauf ist nicht zu übersehen – und von nordischen Leistungssportlern wird Nordic Cross Skating als Sommertraining auch sehr geschätzt.

Skiken macht allein oder in der Gruppe Spaß

skiken4Was steckt hinter Skiken oder Nordic Cross Skating? Nicht viel. Zwei Skikes, eine Art verlängerte Inliner mit luftgefüllten Reifen und zwei Stöcke, ähnlich wie beim Nordic Walking, nur länger. Und ein Sportbegeisterter, der nach einer Sportart sucht, die er im Freien, allein oder in der Gruppe ausüben kann, die etwa 90 Prozent seiner Muskulatur beansprucht und seine Gelenke und Bänder schont. Daher auch sehr gut geeignet für Knie- und Bandscheibengeplagte. Eigentlich die perfekte Sportart, oder? Selbst leichter Regen und unebenes Gelände hindern einen Skiker nicht daran, über Land zu rollen, denn die Skikes haben besonders bodenhaftende Eigenschaften, federn so manche Unebenheit ab und geben aufgrund ihrer ganz eigenen Bremsenkonstruktion viel Sicherheit. Dazu tragen auch die Stöcke bei, die dem Sportler Halt und Sicherheit auf seinen „rollenden Skiern“ bieten.

 

Auch wenn Skiken eine Sportart ist, die wirklich jeder ausüben kann, empfiehlt Dirk Rosenberg, einen Kurs zu belegen. „Das gibt Sicherheit und die ist Grundvoraussetzung, später den Spaß am Nordic Cross Skating nicht zu verlieren“, weiß er aus Erfahrung. Das Bremsen, die verschiedenen Techniken wie Schlittschuhschritt, Doppelstockhub oder die Armschwungtechnik sollten – um später Verletzungen oder einseitiger Belastung vorzubeugen – unter Anleitung geübt werden. „Außerdem lernt man im Kurs sehr schnell, dass Nordic Cross Skating eine durchaus anstrengende Sportart ist und überschätzt später seine eigenen Kräfte nicht.“

Training für alle Muskeln

ski1Skiken ist optimal, um sowohl Ausdauer als auch Kraft zu trainieren. „So viele Situps würden viele freiwillig gar nicht machen, um ihre Bauchmuskeln nur annähernd so zu trainieren wie in einer Stunde Skiken“, berichtet Rosenberg, um ein Beispiel zu nennen, wie effektiv das Nordic Cross Skating wirklich ist. Dass die Arme, die Beine und Rücken muskulatur ebenfalls ordentlich beansprucht werden, versteht sich fast von selbst. Ein weiterer Effekt des Nordic Cross Skatings ist die Verbesserung von Schnelligkeit und Beweglichkeit sowie des Koordinationsvermögens und des dynamischen Gleichgewichts. Ein Ganzkörpertraining, bei dem vor allem auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt. Und man kann sein kleines Fitnesscenter immer überall mit hinnehmen.

Informationen:
Wer Lust hat, diese Trendsportart auszuprobieren oder zu erlernen, kann dies tun bei Dirk Rosenberg am Starnberger See: www.skiken-am-see.de.
Schnupper-, Einsteiger- und Aufbaukurse werden auch bei Augsburg angeboten und zwar mit dem zertifizierten Skike-Trainer Ulrich Rüger: www.activeoutdoor.eu

Text: Frauke Vangierdegom

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