SchlossMagazin

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„Zum Grünen Kranz“ in neuem Glanz

Bernhard Weis, Wirt vom „Landgasthof zum Grünen Kranz“ in Großaitingen, hat sein traditionsreiches Gasthaus neu aufpoliert. Jetzt lockt er nicht nur mit seiner bewährt guten bayerisch-schwäbischen Küche, sondern auch mit seinem Biergarten und frischem Wind aus dem Küchenteam.

Neuer Anstrich

Gruener_Kranz_Total_kleinStattlich und neu herausgeputzt steht der „Landgasthof zum Grünen Kranz“ nun da – unübersehbar im Dorfkern von Großaitingen. Die Renovierung des denkmalgeschützten Gebäudes ist abgeschlossen. Die Außenfassade hat einen frischen Anstrich, neu sind auch die Holz- Sprossenfenster. Aufpoliert wurde ebenso die Giebel-Inschrift, die auf das Jahr 1660 hinweist, als dieses Gebäude erbaut wurde. Der „Grüne Kranz“ zählt zu den ältesten, traditionsreichsten Gebäuden des Ortes. In früheren Zeiten beherbergte der „Grüne Kranz“ sowohl eine große Brauerei, als auch eine Branntweinbrennerei, eine Bäckerei und eine Metzgerei – und natürlich eine Gastwirtschaft.

Bernhard Weis, Inhaber des „Landgasthofes zum Grünen Kranz“, beschreitet nicht nur, was das äußerliche Erscheinungsbild des traditionsreichen Gasthofes betrifft, neue Wege. „Das mach’ ich!“, diese Aussage gehört für den innovationsfreudigen Wirt, der den Familienbetrieb im Jahr 2010 übernommen hatte, zum Repertoire. Sein Ur-Ur-Ur-Großvater, ein gewisser Aloys Weis aus Schwabmünchen, hatte im August 1867 das Anwesen für 13.850 Gulden erworben – wohl auch ein Mann, der sich wie sein Nachfahre gesagt hat: „Das mach’ ich!“

Frischer Wind im Landgasthof

Gruener_Kranz_kleinAnfang Juni dieses Jahres hat Bernhard Weis ein neues Küchenteam eingestellt, mit dem er in nächster Zeit neuen Pfiff in die Speisekarte bringen will. Der Landgasthof „Zum Grünen Kranz“ versteht sich als gutbürgerliche, bayerisch-schwäbische Gaststätte, wo der Gast – je nach Gelegenheit – eine Brotzeit genießen, aber auch gehoben essen kann. „Ich werde eine neue Karte schreiben“, kündigt Küchenchef Angelo Flüge an, dem Jungkoch Andreas Walter zur Seite steht. Da könnte dann auch so manches feine Fisch- oder Pastagericht daraufstehen.

Für alle Speisen gilt: Angelo Flüge setzt auf qualitätvolle, regionale und frische Gerichte. „Tiefkühlkost kommt bei uns nicht auf den Tisch.“ Und er beginnt zu schwärmen von frischen Karotten, Blumenkohl und Staudensellerie, „schön knackig, nicht verkocht“. Herrlich auch ein Steak vom „irischen Weideochsen“, mit „wunderbar zartem Fleisch, würzig, gut abgehangen, superlecker!“

Viel zu bieten

Gruener_Kranz_Biergarten_kleinBei aller Innovationsfreude ist es Wirt Bernhard Weis wichtig, das, was sich bewährt hat, zu bewahren. Er weiß, dass sein Gasthaus auf vielen Säulen stehen muss – allen voran einer hervorragenden Küche. Am Herzen liegen ihm die Gäste, die unter der Woche sogar aus Landsberg oder Augsburg herfahren, weil sie hier ein preiswertes Mittagessen für 5,90 Euro bekommen – es stehen immer zwei zur Auswahl, eines davon vegetarisch. Er weiß auch, wie gerne man hier in der Region Zwiebelrostbraten isst oder Schnitzel. Deshalb auch die eigene Schnitzelkarte, auf der es die Schnitzel mit allen möglichen Beilagen gibt – mit Pommes, mit Salat, mit Kartoffelsalat. Mittwochs ist Schnitzeltag! Da kann der Gast sogar zwischen sechs und acht Schnitzelvariationen wählen. Wer‘s weniger deftig möchte, findet auch manch mediterranes oder vegetarisches Gericht auf der Karte. Eine pfiffige Idee auch sind die „Lady-Abende“, bei denen die Damen mit kleinen Extras verwöhnt werden (Herren sind natürlich auch willkommen).

In den Sommermonaten lockt darüber hinaus der Biergarten, in dem sich die Gäste im Schatten von fünf Kastanien niederlassen können. Eine ordentliche bayerische Brotzeit ist hier garantiert! Wie wär’s mit Bratensulz (Weis: „Echt mit Knöcherl angemacht!“), Wurstsalat oder saurem gemischten Pressack? Dafür machen doch die Radler, die an der Wertach unterwegs sind, gerne mal einen Abstecher ins Dorf! Dazu gibt’s ein frisches Bier. Und sollte einem der E-Bikes der Saft ausgehen, hat Bernhard Weis auch dafür vorgesorgt: Er hat eine eigene „E-Bike-Tankstelle“ eingerichtet.

Traditionsreich

Der „Landgasthof zum Grünen Kranz“ hat sich auch herausgeputzt, weil er seiner Tradition als Mittelpunkt des Dorfes treu bleiben möchte. Einer Tradition, in der das Wirtshaus genauso wichtig wie der Kirchturm ist. Hier, im Grünen Kranz in Großaitingen, spielt sich gesellschaftliches Leben ab. Alt und Jung kommen hier zusammen, Einheimische und Leute aus der näheren Umgebung. Die örtlichen Vereine versammeln sich hier, der eine oder andere genießt sein Feierabendbier. Taufen, Geburtstage, Hochzeiten und andere Familienfeste werden hier gefeiert. Seniorenrunden sind genauso willkommen wie Schüler, die mittags ihre Spätzle verspeisen. All das verdient auch Auszeichnung: Nicht umsonst hat der „Landgasthof zum Grünen Kranz“ im Jahr 2012 den 2. Platz beim Gastronomiepreis Oberbayern in der Kategorie „gutbürgerliche Küche“ erhalten – eine von mehreren Auszeichnungen, die Bernhard Weis vom ersten Jahr der Neugründung an bekommen hat.

Text: Gerlinde Koller Bilder: Nikolas Hagele

Wissenswertes
Landgasthof „Zum Grünen Kranz“, Bernhard Weis, Lindauer Straße 7, 86845 Großaitingen.
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 10:00 bis ca. 1:00 Uhr; Donnerstag Ruhetag
Warme Küche von 11:30 bis ca. 14:30 Uhr und ab 17:30 Uhr
Neben der gemütlichen Gaststube mit Bar für bis zu 30 Personen gibt es ein stilvoll eingerichtetes Nebenzimmer für bis zu 70 Personen, dazu einen großen Biergarten.
Tel. 08203-952405 oder Landgasthof-gruener-kranz@t-online.de

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